Waldorfpädagogik International

20.03.2019, 19 Uhr, Dr. Matthias Fechner, Verwurzelung, Entfaltung und Erblühen – die Waldorfpädagogik im 21. Jahrhundert“

1919 wurde die erste Waldorfschule in Stuttgart gegründet – 2019 wird „die Waldorfschule“ 100 Jahre jung! Was als Schule für Kinder der Arbeiter der Waldorf-Astoria Zigarettenfabrik begann, wurde schon kurz nach der Gründung der ersten Waldorfschule zu einer weltweiten Schulbewegung. Dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass, die Waldorfschule zeitgemäß weiterzuentwickeln und ihre globale Dimension stärker ins Bewusstsein zu rücken. Mit vielen Projekten auf allen Kontinenten.

Dr. Matthias Fechner, geb. 1966 in Stuttgart; Studium an den Universitäten Manchester und Stuttgart (bis 1995), Promotion an der Universität Sheffield (bis 1998), Ausbildung zum Oberstufenlehrer an Waldorfschulen (bis 1999); verantwortlich beteiligt am Aufbau der Oberstufe der Freien Waldorfschule Böblingen in den Fächern Deutsch, Englisch, Geschichte, Gemeinschaftskunde (bis 2006); Oberstufenlehrer und pädagogische Schulleitung an der Waldorfschule Heidelberg (bis 2010); Fach- und Hausleiter an der Odenwaldschule (bis zu deren Schließung 2015); beim Aufbau der Cusanus Hochschule in Bernkastel-Kues zuständig für die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Studierendenwerbung und Studium Generale (bis 12/2017); Research Fellow der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Universität Trier im Forschungskolleg „Lyrik in Transition“ mit den Schwerpunkten englischsprachige Gegenwartslyrik, Lyrikvermittlung und Bildungspolitik (bis 12/2018); aktuell Nachwuchsgruppenleiter (Doktorandenbetreuung) im Fachbereich II der Universität Trier. Zahlreiche Veröffentlichungen und Konferenzbeiträge.

In dem Vortrag geht Dr. Matthias Fechner von der Prämisse aus, dass Schulen in der Praxis keine hermetischen Systeme darstellen, die sich ausschließlich über eine pädagogische Theorie oder Gesetze definieren lassen. Stattdessen wirken – beispielsweise an Waldorfschulen – durch die beteiligten Menschen mannigfaltige Einflüsse, die nicht immer den waldorfpädagogischen Ideen zu entsprechen scheinen. Gleichzeitig weist er nach, dass die Waldorfpädagogik selbst aus den verschiedensten Einflüssen heraus entstand, und durchaus nicht als geschlossenes pädagogisches System aufgrund eines singulären Schöpfungsaktes zu sehen ist. Das Alleinstellungsmerkmal der Waldorfpädagogik liegt daher nicht in den pädagogischen Elementen, die es bereits vor ihrer Entstehung gab (wie beispielsweise dem Epochenunterricht, den Textzeugnissen oder dem Kopf-Herz-Hand-Prinzip), sondern in ihrer gelebten Spiritualität. Denn diese bleibt gerade in einer Welt zunehmender Ökonomisierung von größter Bedeutung.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie als Gäste zu dem Vortrag von Dr. Matthias Fechner am 20.03.2019 um 19 Uhr bei uns an der Schule begrüßen dürfen.

Weitere Information zu dem 100 jährigem Jubiläum der Waldorfpädagogik entnehmen Sie bitte von

https://www.waldorf-100.org/

 

 

Zurück